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Caras
Galadhon
Morgenstern.
Ein neuer Tag bricht an.
Tau glänzt auf den
Blättern,
Sonnenstrahlen suchen sich tanzend den Weg durch
dichtes Laub.
Jung ist der Tag und frisch der Morgen.
Sommer
ist´s in Lórien.
Caras Galadhon glänzt in der
Morgensonne,
die Wipfel mit Gold bekränzt.
Singend
begrüßen Vögel den Tag.
Das erste Lachen des Tages
dringt an mein Ohr, hell und ungetrübt.
Schöne Stimmen
singen alte Weisen.
Möge es ein guter Tag werden.
Schlaf
noch meine Augen trübt, doch müde bin ich nicht.
Blinzelnd,
mich an das Licht gewöhnend, begrüß ich heut den
Tag.
"Ischara, aufgewacht, der Tag der ist schon da."
Ein
lachendes Gesicht mir durch das Licht entgegen spricht.
Schön
ist es und wohlgeformt, zart ist seine Stimme
doch wohlklingend
der Ton.
Lachend ich mich auf meinem Lager strecke.
Weit
entfernt sind an diesem Morgen düstere Gedanken.
Frohsinn und
Lachen begleiten unser ausgelassenes Frühstück.
Doch
dunkle Nachricht lässt nicht lange auf sich warten.
Das
lidlose Auge unser Land beschattet, ganz auf seine Macht
erpicht.
Seine Diener an unseren Toren, doch gebrochen sind sie
nicht.
Schutz uns unsre Herren geben Galadriel und Celeborn,
des
Morgensterns tapfere Erben.
Doch wie lang halten wir nun
stand?
Gezielt wir nun Lórien beschützen, gut
verteilen wir die Schützen.
Baum und Fluss uns nur zur Seite
stehen,
ob wir uns bald wieder sehen?
Jeder weiß vom
nahen Tod,
doch Hoffnung ist noch nicht verloren,
Kampf dem,
der Lórien bedroht.
Das Tagwerk hat sich nun
gewandelt,
aufgerüstet für den Feind.
Elbenpfeil und
Bogen, bereit dem Feind gebührend Empfang zu bereiten.
Loiéns
Wälder von Augen bewacht, die Ohren weit geöffnet,
Licht
bricht sich auf den Spitzen von eingespannten Pfeilen.
Die
Nacht ist angebrochen, der Feind kommt.
(Ischara Celebrindúlin)